Was macht den Jakobsweg aus?

"Der ganze Jakobsweg ist eigentlich nur eine Reihe von Geschichten", sagt Paul aus Wien auf dem Rückweg von Santiago de Compostela in Monjarin. "Aber es gibt eben nur Geschichten - und Lügen". Er fügt noch hinzu, dass erselbst nicht genau wisse, was er damit meine. Es hat wohl etwas mit der Wahrheit zu tun, der sich jeder Pilger auf seinem Weg nähert, oder die er sogar erreicht.

KULTUR DES ABENDLANDES

"Während Mauern und Grenzen fallen und wir aus erster Hand erfahren, was die Mystiker und Heiligen während Jahrhunderten gewusst haben, begreifen wir, dass Einssein weder Konzept, noch Idee, sondern eine berührbare Wirklichkeit ist, die wir teilen, und  dazu anwenden können, die Welt zu verändern.


Es mag für viele von uns wie ein weit entferntes Ziel erscheinen, aber vielleicht ist es nicht so entfernt, wie wir manchmal glauben. Es ist möglich, dass wir uns in eine neue Spezies entwickeln, die nicht darum kämpfen muss, diese spirituellen Wirklichkeiten zu verstehen, sondern sie ganz einfach und natürlich annimmt!"


James Twyman

(Regisseur: "Indigo")

 

 

Mauern und Grenzen sind am Ende des 2. Jahrtausends nach Christi Geburt gefallen, zunächst auf der materiellen Ebene:

 

Der Fall der "Mauer" und die quasi Aufhebung politischer Grenzen in Europa wie auch die Vereinheitlichung der Währung machten es möglich, dass seit 1989  der Jakobsweg mit allen Wegen von Jakobspilgern wieder durchgängig begehbar ist.

Er wurde offitiell zum 1. Europäischen Kulturweg ausgerufen.

 

Nun beginnt das geistig-kulturelle Blut des Abendlandes wieder zu fließen und

wer weiß, ob die Reihenfolge der Entgrenzung wahrhaftig so abgelaufen ist, wie wir es wahrgenommen haben...