BON CAMINO

"Bon Camino" - "Guten Weg" - wünschen sich Pilger untereinander. Für das Erforschen der Internetpräsenz von PiA ebenfalls: "Bon camino". Dr. Renate Ender

Pilgern ist ein Wort, das noch vor einigen Jahren den Geruch von "Mittelalter" und "aus der Mode gekommen" hatte, etwas, was für den heutigen Menschen unwesentlich und schwer verständlich erschien. Seitdem erlebte es ein stetig wachsendes Interesse, das Skeptiker als Modebewegung abtun. Doch das Interesse am Pilgern als einer Möglichkeit, sich selbst in Relation zu einer größeren Herausforderung - sei es "nur" ein sportlicher bzw. kulturhistorischer oder ein ausdrücklich spirituell-religiöser Aspekt - zu stellen ist mehr und mehr gewachsen. Unverständlich mag auch heute noch sein, dass Martin Luther im Zusammenhang mit der Idee des Pilgerns genannt wird. Doch ungeachtet von allem, "was sein kann und darf" erlebt das Pilgern einen ungeahnten Aufschwung; und auch ein Lutherweg, auf dem gepilgert wird und der inzwischen über das Kernland Sachsen-Anhalt hinaus auch durch Thüringen und Sachsen noch Erweiterung erfährt, ist vorstellbar und - Realität geworden. PIA - die Pilgeragentur am Lutherweg; eine Reise nach innen - beginnt auf diesem Weg, ist doch ihr Sitz an selbigem. Doch entsprechend der Zielstellung der Pilgerbruderschaften zur Versöhnung der Konfessionen betont sie die Verbindung zu den anderen Pilgerwegen, vornehmlich zum Jakobsweg und dessen keltischem Anhang zum "Ende der Welt". Seien Sie eingeladen, den Weg mit uns zu gehen oder ihn doch durch die eine oder andere Etappe zu beginnen!

Der Pilger

Das Wort, die Assoziation und ein Pilgerwitz

Das Wort: Pilger


Ein Pilger ist in seiner Wortwurzel ein "Fremdling", noch genauer: einer "der über das Feld kommt". Er ist nicht eingebunden in ein etabliertes weltliches Zuhause, - oder jedenfalls nicht solange er ein Pilger ist.  ( Nebenbei bemerkt: Das Wort "Heide" kann auf die Bedeutung "der Plänemacher" zurückverfolgt werden. )


"Mach Dich übern Acker" - dieser Ausdruck erinnert an obige Wortwurzel. Er ist noch heute hier in Sachsen-Anhalt und vielleicht auch anderswo eine allgemein bekannte, etwas rüde Redewendung für jemanden, den man fortschickt, weil er nicht ins jeweilige Menschen-Spiel paßt.

 

Der über den Acker, das Feld, kommt, geht keinen der ausgetretenen Pfade seiner Sozialisation und er findet dort nicht, was er sucht....

 

Nach christlichem Verständnis kann der gesamte Lebensweg eines Menschen als Pilgerpfad in der Fremde auf der Suche nach dem wahren Zuhause verstanden werden. Hier unterscheidet sich diese Religion von anderen in der Zielhaltung nicht.

Während der materielle Entwicklungsstand des Menschens gerade in Mitteleuropa immer abgesicherter erscheint, wobei die Konsequenzen dieser "Sicherheit" und Bequemlichkeit jedoch anfangen überdeutlich sichtbar zu werden, bleibt das erwartete Gefühl von Erfülltsein und Angstfreiheit aus -  diese visionäre Ratlosigkeit am Ende einer Ära läßt bewußt und unbewußt Menschen zu einem unbekannten, aber größeren Ziel aufbrechen.

Man pilgert wieder ...........

 

Der Pilgerwitz:

http://www.youtube.com/watch?v=SPdLl3HVYM0

 

Viel Spaß beim Loslassen