BON CAMINO

"Bon Camino" - "Guten Weg" - wünschen sich Pilger untereinander. Für das Erforschen der Internetpräsenz von PiA ebenfalls: "Bon camino". Dr. Renate Ender

Pilgern ist ein Wort, das noch vor einigen Jahren den Geruch von "Mittelalter" und "aus der Mode gekommen" hatte, etwas, was für den heutigen Menschen unwesentlich und schwer verständlich erschien. Seitdem erlebte es ein stetig wachsendes Interesse, das Skeptiker als Modebewegung abtun. Doch das Interesse am Pilgern als einer Möglichkeit, sich selbst in Relation zu einer größeren Herausforderung - sei es "nur" ein sportlicher bzw. kulturhistorischer oder ein ausdrücklich spirituell-religiöser Aspekt - zu stellen ist mehr und mehr gewachsen. Unverständlich mag auch heute noch sein, dass Martin Luther im Zusammenhang mit der Idee des Pilgerns genannt wird. Doch ungeachtet von allem, "was sein kann und darf" erlebt das Pilgern einen ungeahnten Aufschwung; und auch ein Lutherweg, auf dem gepilgert wird und der inzwischen über das Kernland Sachsen-Anhalt hinaus auch durch Thüringen und Sachsen noch Erweiterung erfährt, ist vorstellbar und - Realität geworden. PIA - die Pilgeragentur am Lutherweg; eine Reise nach innen - beginnt auf diesem Weg, ist doch ihr Sitz an selbigem. Doch entsprechend der Zielstellung der Pilgerbruderschaften zur Versöhnung der Konfessionen betont sie die Verbindung zu den anderen Pilgerwegen, vornehmlich zum Jakobsweg und dessen keltischem Anhang zum "Ende der Welt". Seien Sie eingeladen, den Weg mit uns zu gehen oder ihn doch durch die eine oder andere Etappe zu beginnen!

Grundidee PIA

Die Grundidee des Pilgerns mit PIA

Kernstück der Pilgerreisen ist das "Halle Lu Ja" -Pilgern. Dieses "Halleluja" bedeutet, dass alle Pilgertouren ab oder über Halle gehen, auf dem Lutherweg beginnen und auf dem Jakobsweg  enden. Zugleich ist der Titel eine Anspielung  auf das weltbekannte Stück aus dem Oratorium "Der Messias" des großen Musikersohnes der Saalestadt, Georg Friedrich Händel. Die christliche, wenn auch nicht konfessionell eingeschränkte Haltung der Agentur wird ebenfalls deutlich. Die PIA hat Ihren Sitz in Halle.

 

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Der Jakobsweg, 1989  von der Unesco zum ersten europäischen Kulturweg  erklärt, reicht mit vielen Verästelungen durch ganz Europa und wurzelt in Spanien, an der Wiege der neueren christlichen Kultur, Santiago de Compostela. Von hier sind es noch 90 km zum Meer und dem  mittelaterlichen "Ende der Welt" - Finisterra.

Der Jakobsweg symbolisiert damit einen "Weg ohne Rückfahrkarte", das Ende einer alten Welt. Andere, neure Wege wie auch der Lutherweg in Sachsen-Anhalt bilden im Gegensatz dazu meist einen Kreis. Da der Lutherweg in einer seiner wichtigsten Stationen den Jakobsweg berührtn,  soll der Lutherweg gewissermaßen als eine Frucht am sachsen-anhaltinischen Ast des Jakobsweges gesehen werden. Seine Wurzel hat er jedoch im Jakobsweg  (und noch weiter in der keltischen Tradition des Gesamtweges, repräsentiert im Abschnitt Santiago de C. - Finisterra )..

So ist das Anliegen der Pilgerbruderschaften zur Versöhnung der Konfessionen aufgegriffen, ein Anliegen, das auch Martin Luthers ursprünglicher Intention entsprechen dürfte.

 

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Die Pilgertouren von PIA  beginnen mit Bedacht nicht in Eisleben, der Geburtsstätte Luthers, sondern in Wittenberg, gewissermaßen der geistigen Geburtsstadt des Reformators: Hier hat er die verwandelnde Erkenntnis erfahren von der ein Impuls ausging, der die gesamte christliche Welt beeinflußte und zu größerer geistiger Verantwortung und Reife führte.

Von hier ist Eisleben, der Ort an dem die irdische Geburt und - gewissermaßen konsequenterweise - der irdische Tod sich ereigneten, lediglich ein Durchgangsort., der ein menschliches Leben zum Symbol werden lassen kann, das über die irdische Reise hinausgeht und letztlich bis ans Ende der Welt und der Zeit reicht...